Sonnenschutz für Gross und Klein

Kinder müssen sich besonders gut schützen. Wiederholte Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren erhöhen das Hautkrebs-Risiko.

Eigenschaften der Sonnenstrahlen

Sonnenstrahlen haben viele positive Auswirkungen auf den Menschen. Sie können z.B. Stoffwechselvorgänge und die Vitamin-D-Synthese anregen und haben bei einigen Hauterkrankungen einen positiven Effekt. Ein Sonnenbad wirkt - mässig genossen - angenehm entspannend, beruhigend und erholsam. Wenn man sich jedoch zu stark der Sonne aussetzt, können sowohl kurzfristige als auch langfristige Schäden auftreten, von denen besonders unser Schutzschild "die Haut" betroffen ist.

Stärke der Sonnenstrahlen

Bis vor kurzem ging man davon aus, dass nur der UVB-Anteil der Sonnenstrahlung für die negativen Auswirkungen des Sonnenlichtes verantwortlich ist.

UVB-Strahlung dringt nur bis in die oberste Hautschicht ein. Sie fördert zwar durch Anregung der Melaninsynthese die Bräunung der Haut, ist aber vor allem für den gefährlichen Sonnenbrand verantwortlich und kann so - langfristig gesehen - Hautkrebs verursachen!

Man weiss heute, dass auch der UVA-Anteil des Sonnenlichtes an der Entstehung von Hautkrebs mitbeteiligt ist. Diese Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als die UVB-Strahlen, nämlich bis in die mittlere Hautschicht. UVA-Strahlen sind hauptverantwortlich für die meisten Fälle von Sonnenallergien und fördern die Sonnenlicht bedingte Hautalterung, d.h. die Entstehung von Fältchen und Pigmentflecken, sehr stark.

Sichere Sonnenschutzprodukte

Die Verwendung eines hohen und zuverlässigen Sonnenschutzmittels ist heute ein absolutes Muss!

Ein modernes Sonnenschutzmittel schützt die Haut mit einem Breitbandfiltersystem zuverlässig über den gesamten UVA- und UVB-Bereich vor den schädlichen Folgen der Sonnenstrahlung. Der Lichtschutzfaktor (LSF), der auf allen Produkten angegeben ist, bezeichnet den Sonnenschutz vor UVB-Strahlung. Ein wirksames Sonnenschutzprodukt erkennt man daran, dass sowohl ein sicherer UVB-Schutz als auch ein UVA-Schutz angegeben ist.

So schützen Sie sich aktiv!

û Meiden Sie Aufenthalte in der Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr
û Kinder unter 3 Jahren sollten der Sonne gar nicht ausgesetzt werden. Ältere Kinder müssen mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren geschützt werden.
û Kopfbedeckung, T-Shirt und Sonnenbrille schützen zusätzlich!
û Tragen Sie ein Sonnenschutzpräparat am besten gleich morgens, auf jeden Fall aber 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf, damit der Filter seine optimale Wirksamkeit entfalten kann.
û ACHTUNG! Auch Wolken lassen UV-Strahlen durch. Im Schatten und mit hohem Lichtschutzfaktor werden Sie auch braun. Der Vorteil: Diese langsam erworbene Bräune bleibt länger bestehen.
û Bedenken Sie, dass Wasser und Sand Sonnenstrahlen reflektieren.
û Auch bei Verwendung eins Lichtschutzpräparates sollten Sie zu lange Aufenthalte in der Sonne vermeiden.
û Bestimmte Medikamente erhöhen die Sonnenempfindlichkeit und können unerwünschte Hautreaktionen auslösen.

Chemische Filter

Sie absorbieren die UV-Strahlen und wandeln die Strahlenenergie in Wärme um. Chemische Filter können in seltenen Fällen Allergien verursachen. Trotzdem ist der Nutzen um ein Vielfaches grösser als das Risiko, denn moderne Filter schützen äusserst zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlen.

Obwohl immer wieder zur Sommerzeit diskutiert und in dubiosen Artikeln behauptet, haben Sonnenschutzfilter KEINEN Oestrogen-Effekt und wirken auch nicht krebserregend.

Physikalische Filter

Sie reflektieren die UV-Strahlen. Produkte mit physikalischen Filtern können nach dem Auftragen eine weisse Schicht auf der Haut hinterlassen. Das Risiko, bei physikalischen Filtern eine Allergie zu bekommen, ist gering. Viele Sonnenschutzmittel enthalten chemische und physikalische Filter in Kombination, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Für Kinder empfehlen wir vor allem Produkte mit physikalischen Filtern, da sie weniger Hautreaktionen auslösen und die UV-Strahlen reflektieren.

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