Gesünder leben:
Raucherentwöhnung
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| Jeder weiss, dass Rauchen ungesund
ist. Es begünstigt die Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) und
steigert dadurch das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen.
Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen bei Rauchern wesentlich häufiger
vor als bei Nichtrauchern. Auch Erkrankungen der Atemwege wie chronische
Bronchitis oder Asthma werden sehr häufig beobachtet. Der so genannte
Raucherhusten am Morgen ist der klägliche Versuch des Körpers, sich von
den Schadstoffen zu befreien. Meist vergeblich, weil der Teer aus den
Tabakwaren die Flimmerhärchen verklebt. Diese kleiden die Atemwege aus
und befördern Fremdkörper nach aussen. Wenn sich die Schadstoffe in den
Atemwegen festsetzten, können entzündliche Prozesse entstehen. Wer
täglich 20 Zigaretten raucht, nimmt pro Jahr eine Tasse Teer zu sich. |
| Rauchen erhöht auch das Risiko, an
Krebs zu erkranken. Ursachen dafür sind einerseits die zahlreichen
krebserregenden Substanzen im Tabakrauch. Andererseits beeinträchtigt
Rauchen das Immunsystem beim Kampf gegen die Krebszellen. Organe, die
mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen direkt in Berührung
kommen, sind besonders gefährdet. Häufig erkranken Lunge, Mundhöhle,
Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre und Bronchien an der
nicht selten tödlichen Krankheit. Etwa 90-95 % der an
Lungenkrebserkrankten Erwachsenen sind Raucher. |
| Letztendlich sind auch die
Passivraucher gefährdet. Sie haben wie die Raucher ein erhöhtes Risiko
für Herz-, Kreislauf-, Atemwegs- und Krebserkrankungen. Besonders Kinder
sollten nicht dem ständigen Tabakrauch ausgesetzt sein ! |
So werden Sie Nichtraucher
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| Jede Zigarette koset den Raucher
durchschnittlich fünf Minuten seines Lebens - eine erschreckende Bilanz
der Wissenschaft. Wenn Sie Nichtraucher werden wollen, ist eines
besonders wichtig: Stehen Sie 100 Prozent hinter Ihrer Entscheidung! Mit
der Einstellung "mal sehen, ob es funktioniert" klappt es in den
wenigsten Fällen. Sie müssen sich sagen: "Ich bin Nichtraucher".
Entfernen Sie alle Zigaretten oder Tabakwaren aus Ihrem Umfeld. Lenken
Sie sich ab, wenn das Verlangen nach Zigaretten aufkommt. Gegen den
körperlichen Nikotinentzug helfen Medikamente aus der Apotheke. Sie
selbst müssen Ihre Gewohnheiten ändern. Greifen Sie an der Stelle der
Zigarette zu Kaugummis, scharfen Bonbons oder rohen Karotten. Weitere
Tipps zum Nichtrauchen und Durchhalten gibt Ihnen gerne Ihre Apotheke.
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Hilfe aus der Apotheke
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| Nikotinhaltige Medikamente erleichtern
den Ausstieg aus der Sucht. Die Zufuhr von Nikotin ist bei weitem nicht
so schädlich wie das Rauchen von Tabakwaren. Beim Verbrennen einer
Zigarette werden ungefähr 4000 Körpergifte freigesetzt. Wer den Umstieg
vom Rauchen zu Nikotinpräparaten schafft, hat schon viel gewonnen. Die
entsprechenden Kaugummis und Pflaster sind ohne Rezept in Ihrer Apotheke
erhältlich. Während Pflaster kontinuierlich die gleiche Menge
Nikotin an den Körper abgeben, erhöhen Kaugummis kurzfristig die Zufuhr.
Jeder Raucher sollte individuell entscheiden, was für ihn das beste ist. |
| Wichtig bei Kaugummis: Beim
Kauen von Nikotinkaugummis wird ähnlich wie beim Zigarettenrauchen
schnell und für kurze Zeit Nikotin freigesetzt. Statt zur Zigarette
greift man zum Kaugummi. Nach 4 - 6 Wochen sollte die Dosis reduziert
werden. Der "Kaugummi-Entzug" fällt nicht so schwer wie der
"Zigarettenentzug". Die Kaugummis werden in zunehmend geringerer Dosis
und längeren Abständen angewandt. Schliesslich kommt man ganz ohne
Nikotin aus. Wenn Sie eine längere Zeitspanne ohne Nikotin ausgekommen
sind, dürfen Sie keine Nikotinkaugummis mehr einnehmen. Ihr Körper ist
dann bereits entwöhnt. Die erneute Nikotinzufuhr könnte wie bei
Nichtrauchern zu Vergiftungserscheinungen führen. |
| Wichtig bei
Nikotinpflastern: Die Pflaster versorgen den Körper kontinuierlich
mit Nikotin, das so über die Haut in die Blutbahn gelangt. So bleibt das
akute Verlangen nach Nikotinnachschub aus. Das Gefühl "jetzt muss ich
eine Zigarette haben" flaut ab. Die Wirkstärke der Pflaster richtet sich
nach dem früheren Zigarettenkonsum. Spätestens nach vier Wochen sollte
die Dosierung reduziert werden. Die Entwöhnungsphase mit Pflastern
dauert etwa 12 Wochen. Auch hier gilt: Wenn Sie längere Zeit nikotinfrei
gelebt haben, kann es bei erneuter Anwendung der Pflaster zu
Vergiftungserscheinungen kommen. |
| Medikamente wirken bei Nichtrauchern
anders! |
| Nikotin selbst zeigt keine
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Zigarettenrauch verändert
dagegen die Wirkung mancher Arzneistoffe. Dementsprechend wirken
bestimmte Medikamente stärker oder schwächer, wenn Sie nicht mehr
rauchen. |
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