Was löst
Heuschnupfen aus?
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| Heuschnupfen ist die
häufigste Allergie in der Schweiz. Ausgelöst wird er nicht durch Heu,
sondern durch den Blütenstaub von blühenden Bäumen, Sträuchern, Gräsern
(auch Weizen, Roggen und Hafer gehören dazu), Kräutern und Getreide.
Betroffene können nur auf eine oder aber auch auf mehrere Pollenarten
reagieren. Im Frühjahr machen ihnen vor allem Hasel-, Erlen-, Birken-
und Eschenpollen zu schaffen. Im Frühsommer sind es Gräser- und
Getreide- und im Spätsommer die Beifusskräuterpollen. |
| Beim Heuschnupfen spielt
sich die Reaktion des menschlichen Abwehrsystems mit den Pollen vor
allem an den Nasenschleimhäuten ab. Innerhalb von Minuten kommt es zu
einer Sofortreaktion: |
| ○ |
Die Nase
läuft und juckt, es kommt zu Niesattacken und Schnupfen. |
| ○ |
Die Augen
jucken, werden gerötet, geschwollen und tränen. |
| ○ |
Auch an der
Haut kann es zu Ausschlägen und Juckreiz kommen. |
| ○ |
In schweren
Fällen kommt es zu Atembeschwerden und allenfalls zu Asthma. |
| Die Beschwerden müssen
nicht alle miteinander auftreten. Bei den einen leiden vor allem die
Augen, andere haben Probleme mit der laufenden Nase. die
Auseinandersetzung mit dem Immunsystem mit den fremden Eindringlingen
ist äusserst anstrengend: Der Heuschnupfengeplagte ist oft müde,
abgeschlagen, hat oft Kopfschmerzen, ja fühlt sich krank. |
Therapiemöglichkeiten
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| Es gibt drei
grundsätzliche Behandlungsmöglichkeiten bei Heuschnupfen: |
| ○ |
Allergene (Pollen) meiden |
| ○ |
Medikamente |
| ○ |
Hyposensibilisierung |
Dem Allergen aus dem Weg gehen
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| Bei allen Allergien ist es
wichtig, die allergieauslösenden Stoffe zu meiden. Bei Pollen ist dies
allerdings nur bedingt möglich, da er überall vorkommt und durch
den Wind weit getragen wird. |
| ○ |
Die Pollenbelastung der Luft ist bei
Regen oder kurz danach viel geringer als bei Sonnenschein. Allergiker
sollten deshalb für Aktivitäten im Freien diese Zeit nutzen. |
| ○ |
Tragen Sie im Freien immer eine
Sonnenbrille und unternehmen Sie zur Blütezeit keine Spaziergänge auf
dem Land. |
| ○ |
Lüft Sie ihr Heim nur Kurz und
möglichst bei Windstille. |
| ○ |
Waschen Sie am Abend sorgfältig die
Haare, um Pollen auszuspülen und schlafen Sie bei geschlossen Fenstern. |
| ○ |
Lassen Sie die Wäsche nicht im Freien
trocken und bewahren Sie gebrauchte Kleidungsstücke nicht im
Schlafzimmer auf. |
| ○ |
Benutzen Sie Einmaltaschentücher. |
Medikamente
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| Medikamente lindern die
Symptome des Heuschnupfens und vermögen sie ganz zu unterdrücken: |
| Homöopathie: Zum
Vorbeugen eignen sich homöopathische Mittel sehr gut. Dem Körper werden
verdünnte Pollen gegeben, so dass er Zeit hat, sich daran zu gewöhnen. |
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Mastzellenstabilisatoren: Mit ihnen kann man Heuschnupfen vorbeugen.
sie müssen etwa vier Wochen vor der persönlichen Heuschnupfenzeit
regelmässig angewendet werden. |
| Nasenspülungen: In
der Heuschnupfenzeit sollten Allergiker mehrmals täglich ihre Nase mit
einer Meersalzlösung spülen. Sie dient zugleich zur guten Befeuchtung
und Instandhaltung der Schleimhäute. |
| Antihistaminika: In
der Apotheke erhältliche Tabletten helfen, dass die Pollen nicht so
heftige Beschwerden auslösen. Sie sollten schon vor dem ersten
Pollenkontakt eingenommen werden, also am Vorabend oder am Morgen früh. |
| Vasokonstriktoren:
Lokale Vasokonstriktoren in Nasensprays und Augentropfen ziehen die
erweiterten Blutgefässe zusammen., die Schleimhaut schwillt ab, das
Fliessen der Nase und das Jucken der Augen nehmen ab. wegen der Gefahr
der Schleimhautschädigung sollten sie aber nur kurzfristig angewendet
werden. |
| Lokale Kortikosteroide:
Kortison schützt die Nasenschleimhaut vor Entzündungen. Dank der
schwachen Dosierung in Nasensprays gelangt das Kortison nicht in den
Blutkreislauf. Deshalb sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. |
Hyposensibilisierung
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| Durch Hyposensibilisierung
kann der Körper gegen Allergie verursachenden Stoffe weniger empfindlich
gemacht werden. Die Behandlung erfolgt durch Injektion von
verdünnter Pollenextrakten unter die Haut. Der Körper lernt, das
Allergen zu akzeptieren, ohne dass eine allergische Reaktion ausgelöst
wird. die Hyposensibilisierung dauert 3 bis 5 Jahre. |
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