Das Haar |
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Die Haare sind Auswüchse
der Epidermis, sie liegen verteilt auf der Körperoberfläche und dienen
zum Schutz des Organismus. Die Augenbrauen und Wimpern schützen die
Augen vor Fremdkörpern, die Härchen der Nase und im äusseren Gehörgang
halten Insekten und Staub fern. Jedes Haar besteht aus einem Schaft und einer Wurzel. Der Schaft ist der sichtbare Teil des Haares und besteht aus Mark und Rinde. Die Haarwurzel liegt in der Haut und durchdringt die Unter- und die Lederhaut. Zu jedem Haar gehört sowohl eine Talgdrüse, als auch ein glattes Muskelbündel. Unter dem Einfluss von Angst oder Kälte kontrahiert sich dieser Muskel und stellt das Haar auf, zugleich wird die Haut um den Haarschaft leicht angehoben. Dieses Phänomen nennt man "Gänsehaut". |
| Man zählt 100'000 bis
200'000 Haare auf dem Kopf und 54 verschiedene Farben, welche vom
Pigmentgehalt abhängen. Haar wird grau, wenn von den Haarwurzeln kein
Pigment mehr nachgeliefert wird. Oft auch als Folge von Vitamin- und
Mineralstoffmangel. Das Haar lebt und wächst während 5 Jahren, bevor es stirbt. Es bleibt noch 3 Monate in der Wurzel, bevor es ausfällt, vertrieben von seinem Nachfolger. ein Haar wächst im Durchschnitt 1.3 cm pro Monat, mit zunehmendem Alter etwas weniger. Jedes Haar besitzt zudem ein kleines Blutgefäss, über welches es ernährt wird. Ausserdem besitzt es mehrere kleine Drüsen, die den Fettgehalt regulieren. Das Haar wird durch Talg eingeschmiert, der aus den Talgdrüsen stammt und das Haar glänzend und weich macht.
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| Erst wenn mehr Haare ausfallen wie nachwachsen (mehr als 100 Haare pro Tag), spricht man von Haarausfall. Bei beiden Geschlechtern nimmt die Haardichte nach dem 50. Altersjahr ab. Beim Mann kann der Haarausfall schon in der Pubertät beginnen und führt zu einer Glatze. Angeborene Kahlheit ist sehr selten. Die häufigste Ursache für Haarausfall ist die ölige Seborrhoe, doch gibt es auch konstitutionell bedingte Fälle, die therapeutisch nicht beeinflusste werden können. Ursachen, die zu vorübergehendem Haarausfall führen, sind: Fehlernährung, fiebrige Erkrankungen, gewisse Vergiftungen, Pilzinfektionen, Ekzeme der Kopfhaut und Schwangerschaft. | |
| Die oberste Schicht der Kopfhaut besteht aus kleinen, verhornten Zellen. Werden diese Hautzellen verstärkt abgestossen, rieseln sie als feine Schuppen auf den Kragen. Auslöser dieser verstärkten Abschuppung der Kopfhaut ist meist ein Hefepilz, der in der Bakterienflora unserer Kopfhaut vorkommt. Durch Störungen im Stoffwechsel kann sich dieser Pilz unangemessen stark vermehren und Schuppen verursachen. Andere Auslöser können falsche Ernährung, aggressive Haarpflegeprodukte, Stress oder trockene Heizungsluft sein. In manchen Fällen treten zusätzlich Rötungen der Kopfhaut und ein starker Juckreiz auf. | |
| Gegen Haarausfall werden sowohl lokal wirksame Produkte, wie Haarwasser oder Shampoos verwendet, als auch Medikamente zur Einnahme empfohlen. Sie führen dem Haar und der Haarwurzel die Substrate zu, die das Haar für ein gesundes Wachstum braucht und die die Haarwurzel stärken und so das Haar besser im Haarboden verankern. Von diesen Produkten profitieren zudem auch die Fingernägel, die auch einem täglichen Wachstum unterliegen und dadurch auf eine genügende Zufuhr von Vitaminen und Mineralien angewiesen sind. | |
| Gegen Schuppen und weitere Erkrankungen der Kopfhaut stehen eine Vielzahl von medizinischen und kosmetischen Shampoos und Pflegeprodukten zur Verfügung. | |
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