Risikofaktor Bluthochdruck (Hypertonie)Als Blutdruck bezeichnet man den Druck, der in den grösseren Schlagadern (Arterien) gemessen werden kann. Die Höhe des Blutdruckes wird durch die Schlagkraft des Herzens, durch die Elastizität der grösseren Arterien , sowie durch den Widerstand in den kleineren Arterien bestimmt. Ist der Blutdruck über längere Zeit dauernd erhöht, so kann dies zu einer Gefässverkalkung führen. Die häufigsten Folgen der Arteriosklerose bei Bluthockdruck sind der Herzinfarkt, der Hirnschlag oder Nieren- und Augenschäden. |
BlutdruckmessenDer Blutdruck wird mit einer aufblasbaren Manchette gemessen. Der erste ablesbare Wert wird als "oberer" oder "systolischer" Druck bezeichnet. Der zweite Wert wird als "unterer" oder "diastolischer" Druck bezeichnet. Der obere Wert sollte 140, der untere 90 mm Hg nicht überschreiten. Von Bluthockdruck (Hypertonie) spricht man, wenn die Werte wiederholt höher als 160 respektive 95 liegen. |
Blutdruckbeeinflussende FaktorenDie Blutdruckwerte zeigen einen ausgeprägten 24-Stunden-Rhythmus. Im Verlauf des Tages findet man in der Regel höhere Werte als in der Nacht. Der Blutdruck wird auch durch die psychische Situation des Probanden beeinflusst. Eine Examenssituation kann einen akuten Anstieg des oberen und des unteren Wertes bis um 40 mm Hg bewirken. Auch Schmerz, Kälte, Wärme, starke Geräusche und Nahrungsmittelaufnahme können zu Blutdrucksteigerungen unterschiedlichen Ausmasses führen. Bei körperlicher Arbeit, d.h. bei der Zunahme des Belastungsintensität, steigt der obere Wert, während der untere weitgehend konstant bleibt. Ausserdem findet man erhebliche Variationen mit einer deutlichen Abhängigkeit von Alter und Geschlecht. Mit zunehmendem Alter lässt sich im Mittel ein deutlicher Anstieg des oberen Wertes und ein geringer Anstieg des unteren Wertes beobachten. Die Ursachen sind noch weitgehend ungeklärt. |
Gesund sein, gesund bleibenIn der Schweiz hat jeder fünfte Erwachsene einen zu hohen Blutdruck. Viele merken nichts davon, denn der Bluthochdruck verursacht kaum Beschwerden. Ab dem 40. Lebensjahr sollte mindestens einmal jährlich der Blutdruck gemessen werden. Sind die Werte erhöht, so muss der Arzt nach mehrmaligem Messen unter Belastung und auch im Liegen beurteilen, ob eine medikamentöse Therapie nötig ist. |
Was man selber tun kannSalziges Essen vermeiden, Zurückhaltung üben bei Kaffee- und Teekonsum, allfälliges Übergewicht reduzieren, sich regelmässig körperlich betätigen, Wechselduschen (heiss und kalt), sich genügend Zeit für Entspannung nehmen, wirken prophylaktisch und therapeutisch. auch verschiedene komplementärmedizinische Methoden haben eine günstige Wirkung auf einen erhöhten Blutdruck. Dazu gehören zum Beispiel: Autogenes Training, Tai Chi Chuan, Akupunktur, Atemtherapie, homöopathische Mittel, Phytotherapie (pflanzliche Mittel) u.a. |
| zurück zur Startseite www.apotheken-sigrist.ch |